Die Argumente

Diese Argumente sprechen für die Initiative.

Mehr Selbstbestimmung

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Die Initiative gewährleistet, dass jede Person ihren Willen selbstbestimmt festhält und der Entscheid jedes Einzelnen bekannt ist.

Entlastung für die Angehörigen

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Den Wunsch der verstorbenen Person zu kennen, entlastet die Angehörigen. Sie müssen nicht mehr in einem schwierigen Moment im Sinne der verstorbenen Person entscheiden.

Mehr Solidarität

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Die Initiative bildet die positive Haltung von über 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab. Sie widerspiegelt damit die Solidarität der Gesellschaft.

Mehr Nächstenliebe

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Organspende ist ein Akt der Nächstenliebe. Durch die Initiative wird die Organspende gefördert, werden Leben gerettet und kann Menschen zu mehr Lebensqualität verholfen werden.

Mehr Sicherheit und Verbindlichkeit

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Die vermutete Zustimmung ermöglicht eine erhöhte Rechtssicherheit – es wird sichergestellt, dass der tatsächliche Wunsch der verstorbenen Person umgesetzt wird, egal ob für oder gegen Organspende.

Vollständiges Argumentarium

Das sagen die Gegner der Initiative

Die vermutete Zustimmung verstaatlicht die Organspende, obwohl es ein sehr persönliches Anliegen ist. Der Staat hat sich nicht in die Organspende einzumischen.

Unser Gegenargument

Die vermutete Zustimmung garantiert die Entscheidungsfreiheit jeder Person, egal ob sie sich für oder gegen Organspende ausspricht. Vor Inkrafttreten des nationalen Transplantationsgesetzes kannten 17 Schweizer Kantone die vermutete Zustimmung. Zudem hat sich das System in fast allen mittel- und westeuropäischen Ländern bewährt.

Falls es zu mehr Organspenden kommt, steigen die Gesundheitskosten, da Transplantationen sehr teure Eingriffe sind.

Unser Gegenargument

Eine Organspende ist eine Investition in die Lebensqualität. Medizinische Behandlungen erfolgen grundsätzlich dann, wenn sie für die Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führen. Zudem sind beispielsweise Nierentransplantationen, die 2017 rund 60 Prozent aller Transplantationen in der Schweiz ausmachten, bedeutend günstiger als Langzeitdialysen. Alle lebensrettenden Therapien haben ihren Preis.

Viele Menschen (z. B. Randgruppen, Immigranten etc.) werden keinen Zugang zur Information über die Systemänderung erhalten und können sich deshalb auch nicht in das Register eintragen. Dies ruft eine soziale Diskriminierung hervor.

Unser Gegenargument

Selbstverständlich muss die Bevölkerung umfassend informiert werden. Der Vorteil bei der vermuteten Zustimmung ist, dass die Kommunikation klar und einfach verständlich ist: Sie richtet sich insbesondere an diejenigen, die ihre Organe nicht spenden möchten. Die Botschaft, diesen Entscheid äussern zu müssen, ist einfacher zu kommunizieren als: «Es wäre gut, wenn man sich zur Organspende Gedanken machen und sich entscheiden würde.»

Jeder wird über Nacht zum Organspender, das ist unzumutbar.

Unser Gegenargument

Nein, dem ist nicht so. Jede Person kann sich gegen eine Organspende entscheiden. Das Gespräch mit den Angehörigen wird weiterhin geführt. Besteht kein Eintrag im Register und haben die Angehörigen einen Anhaltspunkt, dass die verstorbene Person ihre Organe nicht spenden wollte, werden keine Organe entnommen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit bedeutend grösser, dass man ein Organ brauchen wird, als dass man tatsächlich zum Spender oder zur Spenderin wird. Es ist deshalb auch im Interesse jedes Einzelnen, dass die Organspende in der Schweiz gefördert wird.

Die Initiative unterstützen und helfen, Leben zu retten!

Bleiben Sie informiert. Erfassen Sie ein Testimonial. Halten Sie Ihren Entscheid fest.

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